Startseite > News > Alno: Sachwalter will "Vergangenheit aufarbeiten"
Die Produktion läuft in den Werken wieder an. Parallel zur Sanierung werden Käufer gesucht.
02.08.2017 16:37 Uhr

Alno Sachwalter will "Vergangenheit aufarbeiten"

Per Pressemitteilung macht Alno heute nochmals nähere Angaben zum vorläufigen Insolvenzverfahren. Wie unter moebelkultur.de berichtet, konnte die Küchenproduktion von Alno am Stammsitz in Pfullendorf inzwischen wieder starten. Für die Nachproduktion bereits eingeplanter und die Neuproduktion der seit dem 12. Juli eingegangenen Aufträge wurden in Pfullendorf Samstagsschichten eingerichtet, sodass der Rückstand bestmöglich aufgeholt werden kann. Küchen, die neu in Auftrag gegeben werden, sollen ab dem 28. August in die Produktion gehen und ab September ausgeliefert werden. Parallel zur Neuproduktion erfolgt die Komplettierung bereits gelieferter und der noch in Auslieferung befindlichen Küchen.

Im Werk Enger soll die Wiederaufnahme der Wellmann-Produktion in der Woche ab dem 7. August folgen. Die Voraussetzungen für die Aufnahme der Fertigung der Pino-Küchen in Coswig wurden am 27. Juli mit dem Massedarlehen geschaffen. Ziel ist auch hier, wieder am 7. August zu starten.

Im Interesse der Kunden und der Gläubiger soll der Geschäftsbetrieb nun als Grundlage für die weiteren Sanierungsanstrengungen stabilisiert werden. Dabei strebt der Konzern das Insolvenzplanverfahren an. Parallel dazu soll im Rahmen eines in dieser Verfahrenskonstellation üblichen „Dual Track“-Prozesses ein strukturiertes Bieterverfahren organisiert werden. Ein M&A-Berater ist mit der Durchführung eines Investorenprozesses für die gesamte Alno-Gruppe beauftragt.

In Anspielung an den in der Presse diskutierten Verkauf von Whirlpool-Forderungen hat der Sachwalter in Abstimmung mit dem vorläufigen Gläubigerausschuss zudem eine renommierte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft sowie eine spezialisierte Rechtsanwaltskanzlei beauftragt, die Zeiträume vor den Insolvenzanträgen sachverständig zu prüfen. Man erwarte sich daraus Erkenntnisse, ob und in welchem Umfang möglicherweise vor den Insolvenzanträgen Entscheidungen gefällt worden sind, die den Interessen der Gläubiger zuwidergelaufen sind.

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