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01.08.2017 11:28 Uhr

Wir trauern um Oliver Friel

Er war Grafikdesigner und Konzepter, Kreativer und Artworker im besten Sinne: Oliver Friel. Er bestimmte in weiten Teilen das „Gesicht“ des Ferdinand Holzmann Verlages, war kreativer Kopf vieler Layouts und Gestaltungskonzepte unserer Printmedien und Premium-Magazine. Jetzt ist er im Alter von nur 58 Jahren verstorben.

Oliver Friel setzte hohe Standards im Auftritt unserer Produkte, wirkte federführend im jüngsten Relaunch der „möbel kultur“. Seine Handschrift war unverkennbar: Er führte die Klassiker Joanna und  DIN als Schriften ein, verteidigte eisern struktu­rierende Weißflächen gegen die Vielschreiber, ordnete Farbwelten, erfand neue Rubrizierungen, berechnete Rahmen-Radien, konzipierte die „Look“-Seiten – einfach coole Optiken. Ihm verdanken wir eine ganze Generation neuer, wunderschöner Infografiken. Er war engagiert im Relaunch des „Küchenprofi“,  erfand das außerordentliche „innovation of interior“-Magazin für die Interzum, gestaltete das edle Buch zum 50jährigen VME Jubiläum und zauberte jede Menge überraschender Ad-Specials. Bei all dem standen für ihn Typo-Legenden wie Hermann Zapf oder Eric Gill Pate, lange konnten wir uns angesichts der gerade zu Ende gegangenen Willy Fleckhaus-Ausstellung gemeinsam über alte „Twen“-Hefte begeistern. Das Team schätzte seine Neugier, seine Menschlichkeit, seinen feinen Humor.  

Oliver Friels Herz schlug für die Musik, er liebte das Individuelle des skandi­navi­schen Jazz ebenso wie den virtuosen Van Morrison. Er mochte sein norddeutsches Hamburg, tauchte gern in die einzigartige Atmosphäre des Hamburger Isemarkts, kaufte dort spontan und viel. Freunde und Kollegen kamen immer wieder in den Genuss  seiner Großzügigkeit.

Und dann die große Leidenschaft fürs Angeln, insbesondere fürs Fliegenfischen. Mit einem Freund erdachte er den „Fischfinder“, der als Buch und App einzigartig die in Europa gängigen 180 Fischarten abbildet und in 25 Sprachen definiert. Immer wieder brach er auf in seine geliebten Reviere in Als in Dänemark und nach Norwegen. Schickte Fotos, überraschte mit Details, konnte lange Geschichten erzählen. Dorthin, in sein Angelparadies, führte nun auch seine letzte Reise, von der er nicht mehr zurückkehrte. 

Lieber Oliver, du fehlst.

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